Hongkong - Hong Kong Tipps Studium Praktikum Reise Auslandssemester Fotos Bilder Geschichten Erlebnisse Leben Blog

Hong Kong - Hongkong
Navigation:

Weblog:
Mittwoch, 6. September 2006, 21:47 Uhr

Auf und ab

Zimmer Mason Street Zimmer Mason Street

Huha. Das echte Leben fordert viel Zeit momentan. Wo war ich stehengeblieben?

... Ja, der Trip nach L.A. - hat Spaß gemacht. Ford Mustang (war das einzige Cabrio was ging, sogar mit MP3-CD-Wechsler) übern Highway 1 nach Süden gejagt. Proletenschleuder, würde ich nie privat fahren, machte aber Laune für ein paar Tage ... ich weiß nicht, inwiefern die Asphalt/Reifenmischungen hier in den Staaten anders sind, aber Reifen quietschen hier wirklich bei jeder Kurve. Egal wo.

Haiwäi Namba Wann ist sehr nett und das schönste Stück ist tatsächlich wie ich schon vorher gelesen hatte bei Big Sur. Endstation am ersten Tag war in Cambria, genau auf der Hälfte zwischen SF und LA. Leider etwas spät aufgestanden, so dass der letzte Rest der Strecke in absoluter Dunkelheit lag. Auf der anderen Seite: Extrem klarer Sternenhimmel und niemand unterwegs. So gingen dann auch Geschwindigkeiten von über 140 km/h auf der Piste. Lustige Rallyefahrt. :-)

Cambria: Öde. Überhaupt Kalifornien und die Waldgegenden - die reine Natur ist überwältigend, aber was die Einwohner dazustellen, ist mir alles zu rustikal. Holzhütten und Flanellhemd-Optik. Nicht so mein Ding. Dazu dann noch das, was Amis für “sauber genug” halten. Nunja.

Nächster Tag dann Abfahrt nach LA. Zwischenstopp in Santa Barbara. Plötzliche Erinnerungen an “Drei Fragezeichen"-Kassetten vor 20 Jahren (f*#k, so alt bin ich schon?). Touristen überall. Weg hier.

Und dann LA. Klischees. Hollywood Freeway. 6 Spuren, Autos ohne Ende, Stop-and-Go. Mulholland Drive. Tiefstehende Sonne im Smoghimmel. Ein Porsche GT auf der Nebenspur. *seufz*

Hotels waren ok, keine Frage. Zwei Übernachtungen im Standard Hollywood und dann drei im Standard Downtown. Das erste ganz okay, weil man von dort zu Fuß den Sunset Blvd hoch- und runterlatschen kann. Das andere wegen der Bar auf dem Dach und der kranken Dusche. (Glasscheibe zum Wohnraum. Kein Foto. Sorry.) Und Highspeed-Internet for free. Dafür Wagen parken für teuer. Ach, was solls.

Ehrlich - mir gefiel Los Angeles besser als San Fran. Ich mag das abgefuckte hier einfach nicht. Und das Wetter. LA dafür: Autofahren, nur wenn man mal “um die Ecke” will. Sonne ja, aber Luft soso. Und natürlich sind die Zähne in LA zu weiß, die Nasen genauso unecht und noch andere Körperteile umgeformt. Aber ich weiß nicht genau warum, mir passt das. Nicht, dass ich mich mit irgendjemand dieser Leute länger unterhalten wollen würde. Aber das will ich hier in SF mit der Hippie-/Alternativ-Fraktion genausowenig.

Keine Ahnung, vielleicht lags auch am Shoppen. Modeläden teuer, aber natürlich gut bestückt. Sehr glücklicher Zufall: Im Lonely Planet stand, dass jeden letzten Freitag im Monat die Showrooms im Fashion District ihre Samples verhökern. Und tatsächlich: $30 für jedes Juicy Couture Teil beispielsweise. Jacke für $120 statt $450. Anziehtechnisch fehlt mir jedenfalls nicht viel momentan.

Guten Sushi-Laden dann auch noch gefunden. Izayoi. Gleich in der Nähe von dem Nudelschuppen, den der Concierge eigentlich vorgeschlagen hatte. So gut, dass der nächste und übernächste Abend ebenfalls dort stattfanden.

Komisch, sonst viel Touri-Dinger ausgelassen. Kein Walk of Fame, kein Rodeo Drive, kein Getty, kein Gehry. In Venice würde ich mir jedoch auf jeden Fall ein Kanalhäuschen kaufen wollen.

Ums kurz zu machen: LA, ich komme wieder. Das war mir vorher schon klar, aber jetzt ganz sicher.

Nach dem Rückflug kam San Francisco dann umso ernüchternder: Da meine Mitbewohner aufgrund meiner Ansage “ich ziehe um” bereits einen Nachmieter am Start hatten, musste ich zum 1.9. ausziehen. Problemstellung nur - ich wusste nicht wohin!

In Chinatown dann in Panik Aushänge gecheckt, auf Craigslist ging (wohl wegen Semsteranfang) gar nichts. Tja, und dieses Loch was man da oben auf den Fotos sieht, ist es jetzt erstmal. Einzig verfügbare Notlösung. 4 Chinesen und 2 Japaner in derselben Etage. Küche - werde ich nicht benutzen. Kein Kühlschrank, dafür aber eine Laufstrecke für Schaben nachts. Ich höre meinen Vermieter im Zimmer unter mir schnarchen. Fenster zum Lichtschacht. Kein Schrank. Und das alles für $485 im Monat mit 2 Monatsmieten Vorauszahlungen + 300 Mietkaution. Echt San Francisco. Und als kleiner Wermutstropfen obendrein: Das Zimmer was ich eigentlich hatte auf der Straßenseite gegenüber! Heute sah ich erst wieder, wie viel Licht das bekommt!

Umzug war dazu auch noch eine halbe Katastrophe. Tipp von mir für den Abend vorher: Ein großes Asahi und wenig Sake zum Dinner sind genug. Nicht noch einen Sake und auf keinen Fall den dann noch angebotenen heißen Sake hinterhertrinken! Ich werde jedenfalls so bald keinen Hafen mehr besuchen können. Halbverdauter Fisch + Alkohol ist eine der übelriechendsten Mischungen, den meine Sensorik je erfasst hat und geht auch nach dreimal waschen mit Waschmittel und Chlorbleiche nicht mehr raus. Der Sofabezug ist im Müll.

So war der Transport der Klamotten dann auch erst um Mitternacht beendet, denn vor 16:00 Uhr konnte ich mich nicht bewegen. Brechreiz bei der kleinsten Körperverlagerung. Nur leider war da nichts mehr, auch meine Galle hatte nichts mehr zu bieten. Stimmung auch wegen anderer Vorkommnisse auf absolutem Tiefpunkt.

Das Zimmer hier trug für mich Lichtabhängigen natürlich auch nicht gerade zur Besserung bei.

Heute gehts dann endlich. Ich habe gesehen, dass ich mich im Notfall aufs Dach setzen kann. Außerdem bin ich endlich nicht mehr so weit weg von der Stadt. Dazu scheint hier im Stadtteil eher die Sonne als bei Baker Beach. Und Flüge sind auch schon gebucht. Tour diesmal: SFO BCN LHR FRA (Jena) HAJ CDG SFO, wenn alles glatt geht. 11.09. bis 11.10.

Alles etwas kurz. Ich muss arbeiten. Demnächst dann wieder ein paar Hongkong-Themen.

Privat, San Francisco | Link mich!
Kommentare:

Hehe, cooler Bericht Chris! Muss auch mal irgendwann nach LA. Wann bist du denn mal wieder in Hongkong?!

Hier in China wirds übrigens grade viel kühler - endlich. Unter 30°, yippie…

Viele Grüße aus SSHanghai!

Jakob Montrasio am 06.09.06 um 23:58 Uhr

> Ehrlich - mir gefiel Los Angeles besser als San Fran.

ENDLICH BEGRIFFEN!!! Meine Rede! SF romantische Quatsch-Scheiße, LA the real thing, Ligen drüber!

sh am 10.09.06 um 06:22 Uhr
Kommentare liegen im Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors und geben nicht die Meinung des Websitebetreibers wieder.

Kommentarformular:

Tags:






Diese Website:

Über dieses Weblog ...


Schreib mir was:  Kontakt


Archiv:

© 2008 hongkong.neuerordner.de | Alle Rechte vorbehalten | RSS 1.0 | RSS 2.0 | Atom