... und damit meine ich nicht Hinterhöfe Hongkongs oder Industriestädte in China, sondern die gegenseitige Abneigung der Japaner und Chinesen.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich Fremdenhass, Rassismus oder ganz einfache Vorurteile ziemlich mißmutig und betrübt machen. Dazu gehörten zum Beispiel die Kommentare eines indischen Freunds von mir darüber, dass “die Juden” in seiner Investmentberatungsfirma “geldgeile Schweine” seien und er sie grundsätzlich nicht leiden könne ... schlimm. Ich habe mir den Kommentar verkniffen, dass ich mir auf der anderen Seite auch schon negative Äußerungen über das Geschäftsgebaren der Menschen vom Subkontinent anhören musste.
Aber zurück nach China ...
Es ist kein Geheimnis - die Japaner sind so ungefähr die Deutschen in Ostasien. Etwas verschroben, Pünktlichkeitsfanatiker, pflichtbesessen, regulierungssüchtig, rechtwinklig denkend. Und schlimmer noch: Den 2. Weltkrieg mitangezettelt, auf der bösen Seite stehend barbarisch Massen von Menschen ermordet, weil man sich als Herrschervolk wähnte.
Leider hat man in Japan aber zu großen Teilen nicht aus der Vergangenheit gelernt. Statt sich bei den Nachbarvölkern und Opfern für die Untaten zu entschuldigen, so wie es die Deutschen dann doch getan haben, huldigt man weiter ziemlich offensichtlich großen Kriegsverbrechern und gibt sich uneinsichtig.
Das Resultat liegt auf der Hand: Insbesondere Chinesen und Japaner sind sich weiterhin spinnefeind und keiner will den ersten Schritt in Richtung Versöhnung tun. So erklärt mir dann manche Bekannte in Hongkong beispielsweise, dass sie Japaner grundsätzlich hassen würde, ohne Wenn und Aber. Ziemlich unangenehm, wenn man gerade noch in ein nettes Gespräch vertieft war. Dass die Chinesen ihrerseits auch keine Unschuldslämmer sind, wird gerne ignoriert.
Echt Hardcore ist allerdings, was ich heute von einem Freund von mir zugeschickt bekommen habe: Die hässlichen Bilder der asiatischen Rivalen beschreibt rassistische Comicbücher in Japan und deren absurde Stories - auch wenn der Artikel in der “China Daily” (re)publiziert wurde, wirft er doch ein bezeichnendes Bild auf die Beziehungen untereinander. Die Leserkommentare sind dann noch das Sahnehäubchen.
Da ist noch ein weiter Weg zu gehen ... :-(
Hier noch ein interessanter Link:
Controversial comic puts bitter touch to Korean craving
Sonst google man einfach mal nach Shinyusha