Ich bin so erschöpft. War es das wert? Ist das wirklich, was ich wollte? Ich habe nicht die Energie, mich das ernsthaft zu fragen. Ich fühle mich einfach nur leer und stumpf.
... es ist bitter - auch diese Gedanken werden irgendwann vorbeigehen und untergehen in der Zeit.
Warum scheine ich immer etwas anderes zu wollen, als die Menschen, die mir nahe sind? Wenn das Leben nur unendlich wäre, aber in jedem Abschnitt verschieben sich die Gewichtungen. Nie scheint es die eine richtige Entscheidung zu geben.
Es liegt in unserer Macht, Andere glücklich zu machen oder sie zu verletzen. Wie finde ich die Balance zwischen meinem Egoismus und meiner Verantwortung?
Ich hoffe ich kann mir irgendwann verzeihen, nur ich selbst sein zu wollen.
Frei sein, heisst immer auch ein Stück alleine sein!
Alles andere ist ein ewiger Kompromiss, der sich am Ende nie mit dem Drang nach Selbstverwirklichung vereinbaren lässt!
Geniesse die Freiheit
mir geht dieses Gequatsche von Freiheit so auf die Nerven! Selbstverwirklichung, Kompromiss, alles Firlefanz. Der Mensch ist ein Sozialwesen, der nur im Interagieren mit anderen Menschen mehr über sich selbst erfahren kann. Wer auf seine Freiheit und seine Selbstverwirklichung pocht, hat noch nichts verstanden. Der Satz “man muss geben, um zu bekommen” ist so alt wie die Welt und immer noch gibt es Leute, die meinen, es besser zu wissen. Von mir aus lebt so, ich will euch nicht deshalb angreifen - aber Christian, du scheinst ja selbst ein gutes Beispiel dafür zu sein, dass es nicht glücklich macht. Man muss es “nur” schaffen, den Schalter in sich umzulegen, sich von der Vorstellung, “Bindung”, “sich auf andere einzulassen” sind Ketten, die dich an den Boden binden und am Fliegen hindern, zu befreien. Das ist einfach nicht so. Man gibt doch keinen Teil von sich auf, wenn man sich auf andere Menschen einlässt, wenn man sich an sie bindet. Nur, wenn einem jemand etwas bedeutet, dessen Meinung für einen zählt, nur dann lebt man auch ein bisschen intensiver. Das ist allein nicht zu schaffen, und wäre ja auch nicht der Sinn der Sache.
Ich bin seit so vielen Jahren in einer Beziehung und ich merke, dass ich daran reife. Das ist für mich zumindest das, was ich vom Leben erwarte. Nicht allein vor mich hin wurschteln, sondern in der Interaktion mit den Menschen zu merken, wo meine Grenzen sind, wo meine Fähigkeiten sind und beides auszuweiten. Ich weiß, für Lifestyle-Schlampen klingt das bieder und langweilig, aber ich kann es jedem nur empfehlen, es zu versuchen. Was könnt ihr verlieren? Investiert doch mal etwas Zeit und Gefühl in einen anderen Menschen. Natürlich kann der euch dann verletzen und das wird wehtun. Aber selbst daraus erwachsen wichtigen Erfahrungen, die zur Reife und Entwicklung beitragen. Und im besten Fall wird das, was ihr investiert, mit einer ansehnlichen Rendite an euch zurückfließen. Manchmal bekommt man auch unverdient solche Zuwendung, das ist schön, aber reine Glückssache. Ach, ich komme mir vor wie ein Prediger, aber mir geht es wirklich auf die Nerven, dass die Menschen wirklich glauben, sie brauchen die anderen nicht für ihr Glück. In meinen Augen machen sie sich was vor. Ich würde es auch gerne glauben, dass mir egal ist, was andere von mir denken, dass ich keine Anerkennung von außen brauche, dass ich niemand brauche, der mich mal in den Arm nimmt. Aber so ist es leider nicht. Ich brauche all das, um glücklich zu sein.
Nun, da ich ja oben namhaft erwähnt bin, dazu ein kurzes Lifestyleschlampenstatement:
Wenn Du in deiner Beziehung ein glückliches Leben führst, dann kann ich dir nur herzlich und aufrichtig dazu gratulieren.
Auch Lifestyleschlampen sehnen sich danach, von jemanden in den Arm genommen zu werden, Emotionen zu zeigen und wollen Liebe geben und geliebt werden.
Das kannst du jetzt glauben oder nicht. Lifestyleschlampen sind auch bereit zu geben, manchmal mehr, als andere verdienen.
In einem Punkt liegst du aber total daneben. Nämlich in dem Punkt, dass eine Beziehung nicht einschränken muss.
Natürlich gibt man einen Teil von sich auf, wenn man sich auf einen anderen Menschen einlässt. Oft sogar bewusst und gewollt. Das geht auch solange gut, solange es ein give and take und keine one way street ist.
Aber der Punkt kommt früher oder später, an dem man das Gefühl hat, mehr zu geben als zu nehmen und sich dann plötzlich eingeengt und nicht mehr frei fühlt.
Ich persönlich möchte manche Dinge einfach nicht teilen sondern will sie mit mir alleine ausmachen. Ich bin auch gerne mal alleine, aber das stößt bislang immer früher oder später auf Unverständnis.
Du solltest nicht pauschalisieren und auch akzeptieren, dass mancherlei Lebensweg nicht nach deiner Idealvorstellung läuft.......
@lifestyleschlampe:
ich bin der meinung,daß du völlig daneben liegst.
eine “beziehung” ebnet den weg zur völligen freiheit.verständniss des “anderen” spielt dabei eine wesentliche rolle.vielleicht bist du einfach,noch nicht soweit , dich RICHTIG auf einen menschen einzulassen.
denn wenn es andersrum wäre würdest du solche sätze wie:"ich möchte manche dinge einfach nicht
teilen...” nicht in den “raum werfen”
apropo.egoismus gehört auf die müllkippe.die GUTEN nutzen ,die es gut mit einem meinen,nutzen
es nicht aus
@lukas:
Deine Meinung respektiere ich. Aber wenn du wirklich glaubst, dass eine Beziehung den Weg zur völligen Freiheit ebnet....dann spricht das für sich und bedarf von meiner Seite keines weiteren Kommentares.
P.S. zum Rest: Ich bin einfach nicht mehr bereit mich RICHTIG auf einen Menschen einzulassen. Zum einen, weil das bislang immer mit einer maßlosen Enttäuschung geendet hat, zum anderen weil das einfach eine Selbstaufgabe ist. Egal wie du darüber denkst, ich sehe das halt einfach so.
Wenn DU an die Art von Beziehung glaubst und/oder solch eine Beziehung lebst, dann rate ich dir nur: Halte Sie fest!!!
Ich für meinen Teil habe in meinem Leben gelernt, dass es -zumindest für mich- so etwas nicht gibt!
Oh, hab ich einen Nerv getroffen?
Daniela, deine Meinung ist so richtig, wie sie auch falsch ist. Es gibt nun einmal Menschen mit anderen Persönlichkeitsprofilen, was für dich richtig sein mag, ist für andere Gift.
Natürlich kann eine Beziehung nicht immer “von selbst” funktionieren, aber wenn ich das Gefühl habe, einen “Kompromiss” einzugehen, dann kann irgendetwas nicht stimmen.
Mein Freiheitsdrang mag extrem sein, dessen bin ich mir bewusst. Die werte “Lifestyleschlampe” ist nun noch einmal in einer ganz anderen Position, für die es eigentlich auch keine Lösung gibt. Egal, offensichtlich ist nur, dass das “aufeinander einlassen” hier nicht funktioniert. Nicht funktionieren kann.
Daher auch die Schmerzen, die du in einer solchen Situation empfindest - wie immer du dich entscheidest, selbst wenn du dich nicht entscheidest - es wird wehtun.
Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, irgendwann auf Menschen zu treffen, die so denken wie ich. Solange das nicht passiert, werde ich eben meine Freiheit leben müssen. Auch wenn die sehr alleine ist.