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Dienstag, 26. August 2003, 10:38 Uhr

French Concession

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Gestern habe ich tatsächlich über 18 Stunden im Bett gelegen und geschlafen. Dann die Nacht wach gewesen. Wen wundert es, dass meine Stimmung momentan am Tiefpunkt ist?

Heute habe ich mich dann endlich zum Sightseeing aufgerafft - eine Wanderung quer durch French Concession, Shanghais anerkannt schönster Stadtteil, stand auf dem Programm.

Weil ich ja eh nicht mehr schlafen konnte, ging es also schon um halb acht los. Die Temperatur war selbst zu dieser Zeit schon ziemlich hoch, im Laufe des Tages wurde es dann wirklich ätzend heiß und stickig.

French Concession ist deshalb angenehmer als die anderen Stadtteile, weil hier viele relativ großzügige Häuser stehen und die Straßen von hohen schönen Bäumen gesäumt werden. (Ahornblättrige Platanen, wenn ich das richtig identifiziert habe). Hier sind auch die meisten Botschaften, Restaurants und Clubs angesiedelt.

Das erste Bemerkenswerte auf meinem Weg war ein kleiner Abstecher in den Xiangyang Park. Ich habe in Hong Kong zwar auch Leute Tai Chi "performen" sehen, aber hier legten die Senioren doch sehr viel mehr Ehrgeiz an den Tag. Neben "Schattenboxen" gab es Gruppen von alten Damen, die gerade neue Synchronfiguren mit roten Fächern, kleinen Trommeln oder Schwertern einstudierten. Beeindruckend waren auch die beiden alten Herren, die sich einen Slow-Motion Schwertkampf lieferten und die mindestens 70 Jahre alte Frau, die Stretchübungen an einem Baum machte. (was man so vom Balettunterricht kennt - gestrecktes Bein, Fuß in Höhe des Brustkorbs ... ob das meine Oma auch kann?)

Die weitere Erkundung der Gegend dauerte geschlagene drei Stunden und obwohl ich über 100 Photos gemacht habe, ist mir nicht viel in Erinnerung geblieben. Alle "Sehenswürdigkeiten" entpuppten sich als mehr oder weniger langweilig. Außer vielleicht der Blick vom Aufzug des Jinjiang Tower, wo die krassen Unterschiede zwischen alten Vierteln und neuen Hochhäusern so richtig deutlich wurden. Spannend waren die Gassen, in denen die Menschen wohnen.

Ich finde Trolleybusse immer noch cool - ein weiterer Grund, nach San Francisco zu wollen.

Doch, mir fällt noch etwas ein: Teilweise kamen mir gewisse Ansichten vor wie Traumbilder - gelegentlich träume ich von merkwürdigen dunkelgrauen Betonbauten und Hinterhöfen, wie ich sie heute gesehen habe. Vielleicht ist das meine Erinnerung an Hannover und Berlin in den siebziger Jahren ...

Einige weitere Bilder habe ich bei Meine Kleine Stadt hinterlegt.

Sightseeing | Link mich!
Kommentare:

Wenn Du Trolleybusse magst, musst Du gar nicht so weit fahren! Hier gibt es auch welche - eine echte Alternative zu San Fransisco! ;)
(Vor allem von den Sehenswürdigkeiten und dem Nachtleben her… gähn.)

lina am 28.08.03 um 05:36 Uhr

very very nice web site.

angelo am 28.08.03 um 10:48 Uhr
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