Sehr sehr schöner Weihnachtsfilm! (Dabei kommt kein Weihnachten darin vor, außer dass zum Schluss “Oh Tannenbaum” gesungen wird - zumindest der Melodie nach, der Text ist sicher anders).
Kam (Sandra Ng) wird bei einem Stromausfall mit dem Räuber James Bong (Eric Tsang) im Vorraum einer Bank eingeschlossen und erzählt ihm ihre Lebensgeschichte.
Sie arbeitet seit den 70ern als Prostituierte (Chicken). Die Stories sind sehr amüsant und nebenbei erfahren wir einiges, wie sich Hongkong in der Zeit bis kurz vor SARS-Zeiten verändert hat (Eröffnung der MTR, Abschied der Briten, “Wiedervereinigung”, Wirtschaftskrise, Immobilien-Blase, usw.).
Irgendwie ein sehr eigentümlicher Film, denn gibt es gar keinen richtigen Faden in der Story. Kams Geschichte ist ein Spiegelbild Hongkongs, die gelegentlich eingestreuten Nachrichtenschnipsel sind sehr passend ausgewählt und die 80er-Ausstattungen und -Klamotten herrlich authentisch (besser als “Manta Manta").
Schade, dass der Film SARS nicht mehr abdeckt, das wäre sicher interessant gewesen. Aber dafür gibt es ja den zweiten Teil. =)
Andy Lau ist auch mit drin - aber hey - ich kann Hongkonger Schönheitsideale bis heute nicht nachvollziehen ...
Die (englischen) Untertitel sind übrigens sehr gut, erklären einige der originalen Sprachwitze.
naja in der originalversion finde ich die ein stückchen derber (z.B. wenn sie dauernd sagt, dass sie kacken muss)und Andy Lau schaut für sein alter echt nicht schlecht aus, ich kenn noch die alten kungfu-schinken meiner mama, in der er mit 18 oder so gespielt hat und hat er sich jetzt so verändert? neeee… schaut imma noch so aus!