Wie man schon bei Retrakker sehen konnte, hat China eine kleine Geste in die Richtung der Forderungen nach freien Wahlen in Hong Kong gesendet.
Antje schickte mir einen Artikel aus der New York Times (Registrierung leider notwendig, aber kostenlos), der das noch einmal beschreibt.
“Zur Feier des 55-jährigen Bestehens der Marine” schickte die Volksbefreiungsarmee ein paar Kriegsschiffe nebst Marinesoldaten in Uniform zum Vorzeigen in den Hongkonger Hafen - sehr freundlich, dankeschön. (Wobei, die lächeln doch alle so nett.)
Dem NYTimes-Artikel zufolge ist Albert Cheng, einer der bekanntesten Radiomoderatoren und Unterstützer der Demokratiebewegung, nach Todesdrohungen gegen ihn und seine Familie mittlerweile aus Hong Kong nach Europa geflüchtet und auch sein Kollege denkt darüber nach.
China hat Kritik aus den USA und insbesondere Großbritannien mit dem nicht ganz aus der Luft gegriffenen Gegenargument beantwortet, dass es den Briten während hundertjähriger Koloniezeit auch nicht in den Sinn gekommen ist, irgendwelche Schritte in Richtung freie Demokratie zu unterstützen.
Obwohl die Todesdrohungen möglicherweise tatsächlich nicht von Peking aus gelenkt werden, so ist das Präsentieren von Kriegsschiffen im Victoria Harbour doch ein wenig heftig und sicherlich nicht nur “nett gemeint”.
Freie Wahlen im Jahr 2007 oder 2008 scheint jedenfalls kaum noch jemand zu erwarten ... :-/
Das kann ja noch panned werden!!!Aber bis dahin noch alles ruhig.:)