Irre, ich hatte angenommen, dass sich Menschen verändern ... Fehlanzeige. Man möge mir verzeihen, dass mir nur dieser Buchdeckel und das Kunstwerk “Kopfsteinpflaster” von Timm Ulrichs da oben einfiel, die ich am Tag zuvor in Hannover fotografiert hatte - bis auf wenige Aufnahmen nur öde Menschen, praktisch Scheintote. (Wobei diese Veranstaltung auch nicht wirklich dazu anregte, mehr als nur Oberflächliches zu erfahren).
Nun, wer weiß, vielleicht sind sie glücklich. Ich würde jedenfalls nie gegen mein Leben tauschen wollen.
Wenn ich allerdings daran denke, wie sehr ich dieses vor zehn Jahren gehasst habe, bin ich persönlich auch sehr froh, zu mir selbst gefunden zu haben. Insofern ...
Das Gefühl ein Nobody zu sein, hatte ich dementsprechend jetzt auch in Hong Kong nie - ganz im Gegenteil. Selbst die Menschenmassen in Shatin Plaza - einem der Einkaufszentren mit den höchsten Besucherzahlen der Welt - haben mich eher beruhigt: Ich war ich und mit mir waren eine Menge anderer zufriedener Individuen unterwegs. Ob das den Hongkongern auch so geht?