Ich weiß nicht warum. Melancholie - in diesen merkwürdigen Zustand verfalle ich jedesmal an Bord eines Flugzeuges.
Dabei sollte ich mich doch eigentlich nicht beschweren können ... Auf der Haben-Seite stehen Erinnerungen, die mir niemand nehmen kann. Mit diesem Flug habe ich dann zusätzlich auch die nächste Statusmeilen-Schallmauer durchbrochen.
Vielleicht ist es die Straits Times neben mir und das Wissen, wohin diese Maschine unterwegs sein wird, nachdem ich in Frankfurt ausgestiegen sein werde.
Die größte Gefahr für mein Leben geht wohl immer noch von mir selbst aus. Wo soll das alles mal enden, frage ich mich ... einerseits weiterhin dieser echt riskante und absolut nicht sichere Kurs. Andererseits ist da eben aber auch das Gefühl, dass ich eigentlich ganz genau weiß, wie mein Dasein aussehen sollte. Vor allem anderen kommt Freiheit. Leider steht diese Freiheit mehr oder weniger im Einflußgebiet des Themas “finanzielle Ressourcen”. Eine merkwürdige Relation - habe ich zuwenig Geld, werde ich durch die Notwendigkeit eingezwängt, welches zu verdienen. Auf der anderen Seite kann man häufig auch nur welches bekommen, wenn man seine Freiheit aufgibt bzw. defakto eintauscht. Besonders, wenn man sehr viel Geld haben möchte, geht das häufig nur mit extremen Einschränkungen für die Individualität einher.
“Nicht weiter schlimm” mögen manche denken, aber ich weiß, was ich nicht brauche. Ich werde mich für keinen Job oder sonstwas mehr verbiegen, verkleiden oder es anderen Leuten recht machen. Zu lange habe ich gegen Bestimmung und Schicksal angekämpft. Ich will es jetzt mal damit versuchen, auf mein Gefühl zu achten.
Nur leider gibt mir mein Gefühl ein Leben vor, das momentan ziemlich außer Reichweite liegt. Ach Mensch ... :-/
comin’ home? Fuck da’ money!
Also nachdem ich schon öfters auf deiner Homepage war und mir die entsprechenden Einträge und Kommentare durch gelesen habe, muss ich jetzt doch mal ein kleines statement dazu ablassen.
Die Seite trifft auf jeden Fall ziemlich meinen Geschmack und dementsprechend auch meinen absolut ähnlich verpeilten Lebenswandel.
Nachdem ich selbst einige Auslandserfahrungen hinter mir habe (u.a. 1 Jahr Neuseeland) und durch meine Ausbildung auch sonst sehr viel rum gekommen bin, habe ich jetzt ein “ruhiges” (langweiliges) Jahr in Köln verbracht. Tja, aber wahrscheinlich nicht mehr für lange. Fliege am Samstag nach Hong Kong zu meinem Freund, der auch schon 2 Jahre dort als Restaurant Manager arbeitet. Nächste Woche habe ich ein Vorstellungsgespräch im Grand Hyatt und hoffe wirklich, dass alles glatt geht....und dann wäre ab Februar ‘06 wieder Ausland angesagt. Endlich!
Was du geschrieben hast von wegen Kompromisse, Verbiegen usw. kann ich nur sagen, dass ich auf den ganzen Bockmist auch absolut keine Energie und keinen Gedanken mehr verschwenden werde.
Wer weiß schon was wann wo hin führt? Keine Ahnung, ist mir ehrlich gesagt auch ziemlich egal. Was das Wichtigste ist: frei sein, Träume zu haben und immer auf sich selbst zu hören. Immerhin: es ist doch fantastisch, wenn man weiß was man wie NICHT möchte! Bestens. Geld und andere “Nebensächlichkeiten” spielen da bei mir auch eine wohl eher untergeordnete Rolle. Wovon ich allerdings auch wirklich überzeugt bin: Solange man auf sich selbst hört und sich in keine Rolle oder oberflächliche Hülle hereinpressen lässt, wird man auch immer Erfolg haben--> also bestimmt auch irgendwann finanziell. Sozusagen wäre das dann der positive Nebeneffekt. Naja, mal sehen…
Bis heute habe ich noch keine Entscheidung in meinem Leben bereut, die Ups and Downs und das ständig Ungewisse gehören einfach dazu und machen die ganze Sache ja so “lebenswert”.
Auf jeden Fall wollte ich nur sagen: Der “Gefühls-Weg” ist immer der Richtige!
Ich wünsche dir wirklich alles Gute und genieße die Melancholie…
Lena.
PS: Hast du noch irgend einen akuten, wichtigen Tipp für meine HKG-Pläne? vielen Dank.
Hi Christian,
wann laesst Dich Dein Schicksal dann nach Rio reisen? Hier ein aufmunterungen, dann schau Dir mal die Fotos an: Rio Blog
Sonst, ich glaube, dass ist doch ein triviales Problem! Die Frage ist halt, für welche Seite man sich entscheidet!
By the way, in Rio geht es ganz gut voran. Ab und zu vor der Arbeit gehe ich an den Strand, gehe mit meiner Freundin viel in Shows… das ist schon fast langweiliger Alltag geworden!